Ein gutes Körpergefühl beginnt im Kopf

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Ein gutes Körpergefühl beginnt im Kopf

Wir haben im Schnitt 60.000 Gedanken täglich und alle haben Einfluss auf unser Wohlbefinden. Doch sind wir der Überzeugung, dass wir den vielen Gedanken ausgesetzt sind und sie nicht steuern können. 

Stimmt nicht, sagen Hirnforscher und Zellbiologen. Wir sind mehr als unsere Gedanken, können sie verändern und in eine völlig neue Richtung trainieren und dadurch sogar unsere DNA verändern. 

Machen Sie positive Gefühle zur neuen Gewohnheit

Experiment: Denken sie einmal nur an die Körperstelle, die sie nicht mögen, die ihnen Probleme bereitet. Und denken sie bitte ganz ehrlich, was sie von diesem Körperteil halten. Wie fühlt sich ihr Körper dabei an?

Richtig! Er fühlt sich genau so an. Wie ein geschundener Hund.

Und jetzt denken sie mal liebevoll an diese Stellen. Mit Mitgefühl und Verständnis. Haben sie mal 3 Minuten nur nette Gedanken für ihren Körper übrig. Stellen sie sich dabei vor, wie er das erste Wasser im Sommer zu spüren bekommt, die ersten warmen Sonnenstrahlen und etwas Bewegung. 

Wie fühlt sich ihr Körper jetzt an? Genau! Schon wesentlich besser!

Durch unsere Gedanken und inneren Bilder können wir nicht nur unser körperliches Wohlbefinden, sondern tatsächlich Einfluss auf unsere Zellen nehmen. Dies ist keine bloße Annahme aus der Coachingsszene, sondern eine wissenschaftlich dokumentierte Tatsache. Das HeartMath Institut hat 3 Jahre lang die Auswirkung von reinen Gefühlen auf unsere DNA untersucht. Wenn die Forscher positive Gefühle wie Anerkennung, Dankbarkeit und Liebe erzeugten, öffneten sich die DNA- Strings und wurden länger. Negativen Gefühlen ausgesetzt, wie Angst, Stress und Frust, zog sich die DNA zusammen und schaltete viele ihrer Codes sogar ab. Schlussendlich sind die Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass sich unsere Abwehrkräfte mit 300.000 facher Stärke erhöhen können, wenn wir uns in positiven Gefühlen üben.  

Als Hypnosecoach weiß ich, dass unsere Realität durch unsere Gedanken und Gefühle geprägt ist. Solange sie davon überzeugt sind, dass sie sich in ihrem Körper nicht wohl fühlen, dass er zwickt und zwackt wie er will und als eigenständiges Wesen eben dickköpfig ist, wird sich tatsächlich nichts verändern. Doch lieber Leser/in sie sind der Kapitän dieses Schiffes und müssen nur das Ruder übernehmen. Das ist auch wesentlich einfacher, als sie denken. Mit wenigen Schritten, die sie allerdings täglich durchführen dürfen, werden sie ganz bald schon erste Erfolge vermessen. 

Trainieren sie bewusste Gedankenkontrolle und Zuversicht. Hören sie sich zu, beobachten sie ihre Gedanken und „ertappen“ sie sich bei negativen Gedankengängen. Gehen sie dann diesem Gedanken kurz nach. Warum denken sie so? Ist das wirklich wahr, was sie denken? Ist dieser Gedanke dienlich und hilft er bei positiver Veränderung? Nein? Dann unterbrechen sie den Gedankenfluss und sagen innerlich und bewusst „Stopp“! Formulieren sie den Gedanken positiv oder bringen sie sich in den gegenwärtigen Moment. Zählen sie von 19 rückwärts, schließen kurz die Augen und atmen sie bis in die Zehenspitzen. Meditation und Achtsamkeitstraining hat deshalb so viel Erfolg, weil sie uns aus diesen sinnlosen Gedankenschleifen in das Jetzt – den gegenwärtigen Moment bringen. Im Jetzt können wir keine negativen Gefühle haben, im Jetzt sind wir einfach nur. Der Verstand ist weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Wir sind in der heutigen Zeit jedoch so vielen und ständigen Reizen ausgesetzt, sind in Eile, haben viel Verantwortung etc., so dass es uns immer schwerer fällt im Moment zu sein. So wird unser Verstand zu einem hüpfenden ungreifbaren Gedankenwirrwarr aus „hätte ich, sollte ich oder würde“ hinzu „wenn, dann“ Sorgen um die Zukunft und daraus resultiert Stress. Die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und alle Ablenkung immer wieder auszuschließen, macht uns nachweislich gesünder, glücklicher und ruhiger. 

„Gestern ist Geschichte, morgen ist ein Geheimnis, aber heute ist ein Geschenk…. Genau das ist die Gegenwart“.  Probieren sie es mal aus. 

Bewusstes Atmen bringt uns ganz schnell in den gegenwärtigen Moment. Schließen sie dazu die Augen und fühlen wie die kalte Luft in die Nase einströmt und warme wieder aus. Konzentrieren sie sich auf das Gefühl und die Wahrnehmung im kleinen Dreieck zwischen ihren Lippen und ihren Nasenlöchern.

Lächeln bringt uns in den Moment. Nehmen sie dazu bewusst die physische Veränderung in ihrem Körper wahr, wenn sie ihren Mund für 60 Sekunden zu einem Lächeln formen und dabei mit ihrem Herzen lächeln. Sie werden erstaunt sein, wie sehr sich ihre Körperempfindung verändert. 

Das sind kleine Übungen, die ihnen helfen aus unguten Gedanken und Stress jederzeit auszutreten. Doch grundsätzlich können wir daran arbeiten, positiver über uns zu denken, uns wohler mit uns zu fühlen und auch die Bereitschaft mitbringen, etwas dafür zu tun. Zum Beispiel 10 Tage nicht schlecht über uns zu sprechen. 10 Tage nicht über die täglichen Probleme zu klagen, sondern über die guten Dinge, die da sind. 10 Tage bewusst den Körper wahrnehmen, seine Sprache verstehen und danach handeln. Wenn wir unseren Fokus verändern, verändert sich unsere Wahrnehmung. Positives Denken stärkt unsere Resilienz und lässt uns besser mit Stress umgehen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien beweisen: wer positiv denkt, lebt gesünder und länger. 

Wie würden sie sich fühlen, wenn sie gut über ihren Körper denken? Sich um ihn kümmern, anstelle ihn zu bestrafen? 

Entscheiden sie sich, sich in ihrem Körper gut zu fühlen und auch etwas dafür zu tun. Treffen sie jetzt, während sie das lesen die Entscheidung und sagen JA! Kann es sein, dass sie allein dabei schon einen Hauch von Freude verspüren? Gehen sie zum Ende dieser Vorstellung. Wie fühlen sie sich, wenn sie gerne in ihrem Körper leben? Wie fühlt sich ihr Körper an, wenn sie liebevoll und sorgsam mit ihm umgehen? Stellen sie sich das mal vor. Am besten mit geschlossenen Augen. 

Gibt es einen Menschen oder ein Tier das ihr Herz zum Hüpfen bringt? Wenn sie dieses Wesen beim Schlafen sehen, es einfach nur Zärtlichkeit in ihnen auslöst? Stellen sie sich dieses Wesen mit geschlossenen Augen vor. Gehen sie dem Gefühl nach, das sie für dieses Wesen empfinden. Ist es nicht so, dass sie es am liebsten ganz sanft streicheln würden, aber so, dass es nicht aufwacht? Gehen sie in dieses Gefühl und legen mit genau dieser Zärtlichkeit ihre Hände auf ihre Oberschenkel. Ganz sanft, ganz zart und liebevoll. Begegnen sie sich täglich für einen Moment auf diese Weise. 

Schauen sie im Spiegel nicht auf Mäkel, sondern auf all das, was ihnen nicht jeden morgen förmlich ins Gesicht hüpft. Sicher gibt es viel mehr Fläche, die sie unbeachtet lassen, weil sie ihnen nicht negativ auffällt. Schauen sie diese Fläche an, sagen sie sich „hey Liebling, Du bist ganz schön toll und das hier…. mag ich ganz besonders an Dir!

Wenn sie sich eincremen, cremen sie vorallem liebevoll die Stellen, die sie nicht mögen und sagen zu ihnen „ich sehe Dich und werde gut für Dich sorgen“.

Wenn sie das täglich integrieren, werden sie ihren Körper als das ansehen, was er ist: ihre erste Manifestation, ein absolutes Wunderwerk, das sie täglich miterschaffen.

„Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst in jedem Fall Recht behalten!“ (Henry Ford)

Susanne Smolej Wierl

Coach und Medium

www.susannewierl.de

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